Abbau Aufbau erforscht die Möglichkeiten des zirkulären Bauens und dabei insbesondere die Potenziale zur Wiederverwendung von Stahlbetonelementen aus dem Rückbau von Ortbetongebäuden im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Universität der Künste Berlin

News

16.09.2025

Veröffentlichung in der Baunetzwoche

Das Abbau Aufbau Reallabor wird in der aktuellen Baunetzwoche zum Thema "Beton im Kreislauf" besprochen. Auf vier Seiten wird auf die bisherigen Forschungsergebnisse und auf die anstehenden Aufgaben im Reallabor eingegangen. Vielen Dank für …
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09.07.2025

Zertörungsfreie Untersuchungen im Spendergebäude

Um die Betonfestigkeit der Decken unseres Spendergebäudes zu prüfen, wurden an jeweils vier Prüfstellen pro Geschoss Druckfestigkeitsprüfungen mittels Rückprallhammer ausgeführt.
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02.05.2025

Artikel zu Abbau Aufbau in der DBZ

In der Mai-Ausgabe Deutschen Bauzeitschrift (DBZ 05/2025) ist ein Artikel über das Forschungsprojekt Abbau Aufbau erschienen. Es werden die anstehenden Hürden für das zirkuläre Bauen besprochen und der Beitrag den die Forschung zu deren …
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Motivation
Durch die Wiederverwendung von gebrauchten Stahlbetonelementen können im Vergleich zu neuem Stahlbeton ein Großteil der klimaschädlichen Emissionen eingespart werden, die hauptsächlich auf die Verwendung von Zement in neuem Beton zurückzuführen sind. Gleichzeitig wird der Ressourcenverbrauch minimiert, der bei der Herstellung neuer Bauteile zwangsläufig mit Zerstörung von Naturlandschaften und Eingriffen in Ökosysteme einhergeht. Zudem kann durch die Verhinderung von konventionellen Gebäudeabbrüchen die Menge an mineralischen Bauabfällen erheblich reduziert werden.
Konzept
Das Forschungsprojekt Abbau Aufbau schlägt eine Bauweise vor, bei der Stahlbetonelemente aus Gebäuden, die zum Abriss bestimmt sind, behutsam als statisch funktionierende Bauteile entnommen und in Neubauten wieder eingesetzt werden sollen. Der besondere Fokus des Forschungsprojektes liegt auf der Beschäftigung mit Gebäuden in Ortbetonbauweise, da diese für die Elemente-basierte Wiederverwendung erst durch Betonsägeverfahren in wiederverwendbare Bauteile zerlegt werden müssen und der Prozess daher komplexer ist, als bei Gebäuden aus Stahlbetonfertigteilen.
Team
Prof. Dr.-Ing. Christoph Gengnagel
Christoph Gengnagel ist Professor für Konstruktives Entwerfen und Tragwerksplanung (KET) im Studiengang Architektur an der UdK Berlin. Er studierte Bauingenieurwesen und Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar und der Technischen Universität München, wo er 2005 promoviert wurde. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen neuer Struktur- und Werkstoffsysteme und multimodalen Entwurfsmethoden.
 
 
Christoph Henschel, Architekt M.A.
Christoph Henschel ist Architekt und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich des zirkulären Bauens. Nach einer Tischlerlehre in Clermont-Ferrand (Frankreich) studierte er Architektur an der Universität der Künste Berlin sowie an der Parsons – The New School in New York City. Im Jahr 2020 schloss er sein Studium mit dem Master of Arts ab. Nach mehrjähriger Mitarbeit im Berliner Architekturbüro STUDIOXPO mit dem Schwerpunkt Bestandsumbau, folgte die wissenschaftliche Mitarbeit im EU-Forschungsprojekt „ReCreate” an der BTU Cottbus-Senftenberg unter der Leitung von Prof. Angelika Mettke, bei dem die Wiederverwendung von Betonfertigteilen erforscht wird. Parallel dazu konzipierte er am Fachgebiet KET zusammen mit Prof. Christoph Gengnagel das auf seiner gleichnamigen Masterarbeit basierende durch ZukunftBau geförderte Forschungsprojekt „Abbau Aufbau”.
 
 
Jamila Loutfi, M.Sc.
Jamila Loutfi ist Bauingenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Konstruktives Entwerfen und Tragwerksplanung (KET) an der UdK Berlin. Parallel zu ihrem Studium an der TU Berlin arbeitete sie vier Jahre als studentische Hilfskraft am Fachgebiet Statik & Dynamik, wo sie sowohl Lehrveranstaltungen begleitete als auch in Forschungsprojekten zur Materialmodellierung von Beton und zur Schwingungsanalyse eines Staudamms mitwirkte. Die letzten zwei Jahre ihres Studiums sammelte sie als Werkstudentin bei Bollinger+Grohmann Ingenieure praktische Erfahrung in den Bereichen Schallschutz, Raumakustik, Tragwerksplanung und Ökobilanzierung. Seit Juni 2023 bringt sie diese Erfahrungen in ihre Lehr- und Forschungstätigkeit am Fachgebiet KET ein, mit einem besonderen Interesse an zirkulärem Bauen, digitalen Methoden und der Verbindung von Architektur und Bauingenieurwesen zu integrativen, zukunftsfähigen Konstruktionsansätzen.
 
Kontakt
Universität der Künste Berlin
Hardenbergstraße 33
10623 Berlin
 
Fachgebiet Konstruktives Entwerfen
und Tragwerksplanung
 
Projektleitung:
Prof. Dr.-Ing. Christoph Gengnagel
 
Bearbeitung:
Christoph Henschel, M.A.
ch [at] abbauaufbau [punkt] de
 
Jamila Loutfi, M.Sc.
j.loutfi [at] udk-berlin [punkt] de
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Dieses Forschungsprojekt wird gefördert durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aus Mitteln der Zukunft Bau Forschungsförderung.